Am 31.3.07 habe ich zum ersten Mal den Zoopark Erfurt besucht, am 13. 10.07 folgte der 2. Besuch.
Der Thüringer Zoopark entstand 1959 aus einer Pfingsten 1958 gegründeten Zooschau. In weiträumiger, naturbelassener Landschaft auf einer lanzettförmigen, 121 m hohen Fasergips-Keuper-Formation, dem Roten Berg, gelegen, beherbergt er gegenwärtig 1.200 Tiere und 128 Arten und Rassen.
Flächenmäßig gehört der Zoopark sogar zu den größten Zoos in Deutschland. Fast ein Drittel seiner 63 Hektar sind allerdings geschützter Halbtrockenrasen, auf dem zahlreiche bestandsbedrohte, heimische Wildtierarten leben.
Quelle:
http://www.zoopark-erfurt.de/cb/start.php3
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Seit meinem ersten Besuch im März hat sich hier Einiges getan:
Am 01. April 07 brachte Zwerg-Zebudame Kunigunde ein schneeweißes Kalb zur Welt, das den Namen Schneewittchen erhielt.
Am 14. Mai 07 brachte Bisonkuh HEXE ein Kuhkälbchen zur Welt. Am 27. Mai 07 brachte Zwerg-Zebudame FRANKA das braun-weiß-gescheckte Kalb Uschi zur Welt.
Am 30. Mai 07 wurde der neue Zoopark-Eingang eingeweiht.
Am 22. Juni 07 fand die Einweihung des KangorooLands statt.
Am 05. Juli 07 traten die Nashornbullen RIMBO und AMARI gemeinsam die Reise in den Zoologischen Garten Lille an, da RIMBO immer öfter mit seinem Vater KIWU aneinander geriet.
Am 12. Juli 07 traf der Netzgiraffenbulle LENGAI aus dem Frankfurter Zoo wohlbehalten im Thüringer Zoopark ein, der erste Kontakt mit GUNDA verlief friedlich.
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Nach Einweihung des neuen Zoo-Eingangs befindet sich nun gleich beim Eingang
...die Löwensavanne. Ein Insgesamt 1.000 qm großes Außengelände wird durch 4 m hohe Edelstahlnetze gesichert. Im linken Gehege lebt 1 Berberlöwe mit 3 Weibchen, ....
........im rechten Gehege 1 Löwe mit 2 Weibchen
Zwischen den beiden Teilen der Löwensavanne befindet sich das
Löwenhaus...
…..in dem nicht nur die Löwen ihre Unterkunft haben.
Hier befinden sich auch Klippschliefer,
Kap-Borstenhörnchen
und Schabrackenschakale.
Außen sind links vom Löwenhaus die Erdmännchen untergebracht...
... und rechts die Präriehunde.

Als nächstes erreicht man die Zwergzebus, die seit 2005 wieder zum Bestand des Zooparks gehören. Diese Buckelrinder sind in den Tropen und Subtropen häufig gehaltene Hausrinder.
Zwergzebu mit Kalb USCHI, geb. am 27.05.07 (4 1/2 Mon. alt)
Gleich gegenüber die Damara- oder Chapman-Zebras aus dem südlichen und südwestlichen Afrika. Dort leben 1 Hengst und 4 Stuten (am 31.3.07). Am 11. Februar 2007 brachte die 13-jährige MARCA ein weibliches Fohlen zur Welt:
hier 7 Wochen alt
...und hier 6 1/2 Monate
Nicht weit entfernt befindet sich das Affenhaus. Es wurde errichtet 1966, 1977 erweitert. Da es nicht mehr den heutigen Ansprüchen an eine tiergerechte Haltung entspricht, wurde die Anzahl der Affen kontinuierlich reduziert, um den verbleibenden genügend Platz zu schaffen. 2003 kam der Affendschungel dazu.
Siamang
Liszt-Äffchen
Zwergseidenäffchen
Adolf-Friedrich-Stummelaffe
Nilgirilangur
Brauner Maki
Totenkopfäffchen
Weißschwanz-Guereza (Kilimandscharo-Guereza)
Bärenstummelaffe
Goldstirnklammeraffe
Das Nashornhaus wurde 1998 fertiggestellt. Es gibt 5 Boxen (48 - 95 qm). Die beiden Außengehege haben zusammen 3.500 qm. Hier lebten bei meinem ersten Besuch im März 2007 5 Breitmaulnashörner: Zuchtbulle KIWU (geb. 1981 im Memphis Zoo), sein Sohn RIMBO (geb. 2004) und dessen Mutter NUMBI (geb. 1996 auf einer Wildfarm in Südafrika) und TEMBA (geb. 1997 auf einer Wildfarm in Südafrika). TEMBA brachte 2005 ihr erstes Jungtier zur Welt: AMARI, der mit der Flasche aufgezogen wurde und mittlerweile in der Nashorngruppe integriert ist. Am 15.1.07 brachte sie ihr 2. Jungtier zur Welt: TULI.
Das Elefantenhaus wurde 1984 fertig gestellt. . In ihm sind außer den drei Elefanten SAFARI, geb. 1971, seit 1974 in Erfurt CSAMI, geb. 1995, seit 1999 in Erfurt und SERONGA, geb. 1995, seit 1999 in Erfurt…..
……-wie man hier erkennen kann- in zahlreichen Vitrinen Kriechtiere, Froschlurche, kleinere Säuger, Vögel und Gliedertiere untergebracht.
Bei den afrikanischen Elefanten ist eine deutliche Vergrößerung der Anlage geplant. Im Herbst 2011 soll endlich der erste Spatenstich gefeiert werden (ursprünglich geplant bis 2009). Dann soll sich auf der 15.000 qm großen Dornbuschsavanne auch ein Elefantenbulle zu CZAMI, SAFARI und SERONGA gesellen und für Nachwuchs sorgen:
Quelle:
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Zoo-Erfurt-und-Schloss-Friedenstein-machen-gemeinsame-Sache-1412302852
Weiter geht’s -ein paar Stufen den Berg hinauf, zur so gen. Ibis-Terrasse- als erstes zur Waldrapp-Ibis-Voliere.
Diese ist begehbar, 256 qm, 7 m hoch. In der Kalksteinwand befinden sich Brutnischen. In der Voliere leben 10 dieser seltenen Tiere (lt. HP des Thüringer Zoopark Erfurt am 27.10.07)
....dann vorbei an den Rosenköpfchen ....
...und einem Pfau
...zur neuen Adlervoliere (Sie misst 18 x 12 m, 7 m hoch.
In ihr werden Steppenadler
...zusammen mit Gänsegeiern gehalten).
Weiter zu den Gebirgsloris,
…dem Riesenschildkröten-Haus ( in seit 1971 Spornschildkröten gehalten werden, die mehr 100 kg schwer und bis zu 85 cm lang werden)…
…den Papageien:
Edelpapagei
Gelbbrust-Ara
...und dem Gelbhaubenkakadu
Zum Schluss noch ein herrlich sprechender mittlerer Beo (u.a. "Beo-Beo" und "Wer bist’n du")
Dann ging es weiter zur Giraffenanlage. Die 1995 im Zoo geborene Giraffenkuh GUNDA –bei meinem ersten Besuch im März noch allein- bekam im Juli 2007 den 2005 im Zoologischen Garten Frankfurt am Main geborenen Jungbullen LENGAI dazu.
GUNDA
LENGAI
GUNDA und LENGAI
Zur Anlage gehört ein 3.700l Aquarium
Blauer Malawi-Buntbarsch
Chamäleon-Buntbarsch
Vor der Giraffenanlage ein kleiner Teich:
Rotschulterente
Vorbei an den
Lamas
…kam man dann zu den Flamingos und Weißstörchen. Die mit den Flamingos vergesellschafteten Weißstörche sind durchweg Invaliden, die sich z. B. an Stromleitungen derart verletzt haben, dass sie flugunfähig wurden. Jedes Jahr im Winter hält sich darüber hinaus eine flugfähige, beringte Störchin, die nicht nach Afrika fliegt und den Sommer über in Nägelstedt an der Unstrut verbringt, im Zoopark auf.
Kuba-Flamingo, Rosa-Flamingo und Weißstorch
Weißstorch und Rosa-Flamingo
Gleich gegenüber lebt der Alpensteinbock.
Auf dem Zooplateau befindet sich auch das Kamelgehege. Dort ist tagsüber eine der größten Trampeltierherden, die es in einem deutschen Tiergarten gibt, untergebracht. Zuchthengst ‚Sultan' und seine 10 Stuten spazieren morgens von ihrer Nachtunterkunft auf Axmanns Hof den Berg hinauf zu ihrem Gehege und abends wieder zurück – ein tolles Erlebnis für die Besucher. Die Trampeltierzucht des Thüringer Zooparkes hat einen guten Ruf. Seit 1970 wurden über 150 Fohlen geboren und aufgezogen.
Gegenüber den Trampeltieren haben die Hausyaks oder Grunzochsen ihr Zuhause. Die langbehaarten Rinder Zentralasiens kommen in verschiedenen Farbenschlägen vor, die auch in Erfurt gezeigt werden.
Hausyak ANGIE, geb. 22.07.07
Hausyak mit Jungtier MONA, geb. am 30.7.07
Hausyak mit Jungtier ROY, geb. am 3.7.07
Im Herbst 2001 wurde im Norden des Zooparkes die neue Bisonanlage "Bison-Plains" der Öffentlichkeit übergeben. Medizinmann Devalon James Small Legs und sein Bruder Murray Small Legs vom Stamm der Schwarzfuß-Indianer aus der kanadischen Provinz Alberta rauchten mit Erfurts Oberbürgermeister, dem Zoodirektor und zwei Zootierpflegern die Friedenspfeife und weihten mit dem Bisonsong und dem Streuen von Tabak das naturnah gestaltete Gehege nebst 7-köpfiger Bisonherde ein. Die Freianlage ist etwa 1 ha groß. Zwei Totempfähle stehen an ihrem Anfang.
Bison
Gegenüber dem Bisongehege befinden sich die 2002 neu erbaute Schneeeulenvoliere
....und die 2003 entstandene Schopfkarakaravoliere.
Beide Anlagen wurden nach modernsten Gesichtspunkten des Gehegebaues errichtet.
Weiter geht es nun –vorbei an den Walliser Schwarzhalsziegen…,
Bulgarenziege und Heidschnucke ….
Heidschnucke
….zur 50 x 200 m großen die Pferdeweide, auf der Shire Horses und Ungarische Zackelschafe grasen. Shire Horses sind mit einer Schulterhöhe von über 1,80 m die größten Hauspferde der Welt. Sie zeichnen sich durch einen starken Fesselbehang aus.

Am Axmanns Hof sind Thüringer Waldesel,
Bulgarenesel und nachts die Trampeltiere untergebracht.
Dann ist auch schon der Berberberg erreicht, der 1998 auf einer Fläche von ca. 1 ha fertig gestellt wurde und den man zusammen mit z.Zt. 20 Berberaffen begehen und die Affen ohne störende Einfriedungen beobachten kann. Berberaffen oder Magots gehören zu den wenigen winterharten Primaten. Sie können Temperaturen unter -20 °C unbeschadet vertragen.
Weiter geht es zur neuen Känguruh-Anlage , die am 22. Juni 2007 eingeweiht wurde.
Hier haben die Emus….
Bennetkängugus…
…und Rosakakadus ihr neues Zuhause gefunden.
Jetzt sind es nur noch ein paar Schritte und man ist wieder beim Ausgang angekommen.
Und damit gingen zwei wunderschöne Tage im Thüringer Tierpark Erfurt zu Ende.
(Quelle: http://www.zoopark-erfurt.de)