Zoo Dresden

Historie und Infos


 

Historie Zoo Dresden

 

Bereits 1855 wurden in der zoologischen Sektion der naturwissenschaft-lichen Gesellschaft „Isis“ Ideen zu einem Zoo geboren.

Aus der Gründung des Vereins für Hühnerzucht ging später der „ständige Hühnergarten“ hervor, der sich durch Hinzukommen von Wasser-, Stelz- und Greifvögeln sowie einigen Säugetieren zu einem kleinen Tiergarten verwandelte.                                                                                                 Dieser wurde 1860 von „Actienverein für den zoologischen Garten zu Dresden aufgekauft.

Auf dem 12,8 ha großen Areal im „großen Garten Dresden“ waren bis November 1860 das beheizbare Affenhaus, das Büffelhaus, das Eulenhaus, der Bärenzwinger und die Blockhäuser für Rehe und Hirsche fertig gestellt, so dass der übernommene Tierbestand weitgehend untergebracht werden konnte.        

   

Historische Zeichnungen:

ehemalige Rauvogelvoliere
ehemalige Rauvogelvoliere
ehemaliger Bärenzwinger
ehemaliger Bärenzwinger

Am 9. Mai 1861 wurde der Dresdner Zoo mit 39 Säugetieren und 134 Vögeln eröffnet.

Im Dezember 1861 übernahm Inspektor Albin Schoepf die Leitung des Zoos und wurde 1870 zum Direktor ernannt. Seine erste größere Errungenschaft war der Erwerb eines Elefanten, zu seinen späteren Erfolgen zählte die Zucht von Tigern und LöSein Sohn Adolpf Schoepf übernahm nach seinem Tod 1881 seine Tätigkeit.

Nach dessen Tod 1909 war der Zoo eine Zeit lang ohne Direktor, bis Prof. Brandes die Leitung übernahm. Der Zoo wurde ständig erweitert und auch der Tierbestand wuchs ständig an.

1863 kam das erste Elefantenweibchen "Lilly" nach Dresden (gestorben 1911).     


Ausschnitt aus einer Postkarte

Elefantin Lilli
Elefantin Lilli

1864 wurde das Raubtierhaus fertig gestellt

1873 wurde das Elefantenhauses fertig gestellt und der erste Menschenaffe (Schimpansin „Mafoka“) und das Panzernashorn „Begum“ kamen nach Dresden.

1875 wurde das Antilopen-Giraffenhaus gebaut

1912 wurde das Aquarium/Terrarium eröffnet und die Felsanlage mit anschließender Flugvoliere für Wasser- und Watvögel wurde fertig gestellt

1920 wurde die große Greifvogel-Freifluganlage in Betrieb genommen um 1924 wurden Rekonstruktions- und Erweiterungsarbeiten durchgeführt und das „Affenparadies“ entstand.

1925 kamen der Schimpanse „Charly“, der afrikanische Elefantenbulle „Jumbo“, Moschusochsen, Antilopen und weitere Tiere in den Dresdner Zoo.1926 wurde das umstrittene Elefantenfreigehege in eine Freianlage mit Grabenabsperrung umgestaltet.

Am 20. Mai 1927 traf die Sumatra-Orang-Utan Mutter "Suma" mit ihrem auf dem Schiffstransport nach Europa geborenen Sohn in Dresden ein. Damit gelang die erste Aufzucht eines Orang-Utans vom Säugling zum Backenwülster und Zuchtmann. Der damalige Zoodirektor Prof. Brandes nutzte diese Chance, die erste Aufzucht in Menschenobhut wissenschaftlich zu dokumentieren.  wurde die Zooschule gegründet.    

Aussschnitt aus einr Postkarte

Mutter Suma mit Kind Buschi
Mutter Suma mit Kind Buschi

1939 entstand ein weiträumiges Freigehege für Lamas und Straußenvögel im Februar und April 1945 wurde der Zoo durch Bombenangriffe fast vollständig zerstört und nur wenige Tiere überlebten.

Im November 1945 wurde der Wiederaufbau beschlossen und 

ab 1946 wurden Wiederaufbau- und Erweiterungsarbeiten vorgenommen und der Tierbestand erweitert.

Am 9. Juni 1946 konnte der Zoo mit einem geringen Tierbestand und notdürftigen Tierbehausungen wieder eröffnet werden.

1950 wurde das Giraffen- und Antilopenhaus wieder aufgebaut.

1951 kam die asiatische Elefantendame „Carla“ in den Dresdner Zoo,

ab 1952 folgten weitere exotische Tiere wie Kängurus, Zebras, Schimpansen u.a.


Im Jubiläumsjahr 1961 wurde das Elefantenbaby „Schöpfli“ und einige Affen erworben.

1963 wurde das wieder aufgebaute Raubtierhaus fertig gestellt 1967konnte das Primatenhaus eingeweiht werden

1969 eröffnete der Direktor Prof. Ullrich, der auch durch seine Fernsehserie sehr populär war, die Zooschule, die sofort großen Anklang fand.


In den folgenden Jahren wurde der Tierpark durch Rekonstruktions-maßnahmen, Neubauten und gestaltungstechnische Veränderungen an Tiergehegen und Parkanlagen ständig erweitert und konnte so –auch durch ausgezeichtete Zucht- und Haltungserfolge- wieder zu einem bekannten und gern besuchten Zoo werden.


Nach 1992 wurden neu gestaltete Freianlagen für südamerikanische Tiere, Rhesusaffen, Kamele, ein erweiterter Streichelzoo, die Außenanlagen für Orang-Utans und viele andere Tiergehege fertig gestellt.

1997 wurde der „Zoo unter der Erde“ eröffnet.

Ende 1998 wurde das neue Zoo-Eingangsgebäude mit angrenzendem Afrikahaus und neuer Zoo-Gastronomie fertig gestellt werden. Im selben Jahr kamen die Afrikanischen Elefanten Lulu und Mogli nach Dresden.

Im Januar 1999 wurde das Afrikahaus (großer Tropenhalle mit afrikanischem Galeriewald für Elefanten, Mandrills, Vögeln, Fischen u.a. Tiere dieser Region) eröffnet.                                                  Im Februar 2006 ist das erste Mal im Dresdner Zoo ein Elefant geboren worden, der durch künstliche Besamung entstand: Thabo Umasai.


Anfang April 2008 wurde der Grundstein für die neue Giraffen- und Zebra-Anlage gelegt, auf der auch Stelzvögel zu sehen sein werden.


Quellen:

http://www.zoo-dresden.de/

http://www.dresden-und-sachsen.de/dresden/zoo.htm

http://www.elbtal.com/dresden/zoo/geschichte/geschichte.html

http://www.elbtal.com/dresden/zoo/geschichte/geschichte2.html http://de.wikipedia.org/wiki/Zoo_Dresden

Infos Zoo Dresden 2008 - 2011

 

Bis zu meinem zeiten Besuch im August 2011 hatte sich einiges ereignet:

Im August 2008 wurden die Bauarbeiten an der neuen Giraffen- und Zebraanlage fertig gestellt.    

Am 19.8.08 traf der 2-jährige Netzgiraffenbulle ULEMBO aus Karlsruhe in Dresden ein.

Zu ihm gesellte sich am 21.8.08 der 4-jährige Rothschild-Giraffenbulle ABIDEMI aus Gelsenkirchen.   

Am 2. Juli 2009 traf der am 2. Juni 2007 geborene Westafrikanische Giraffenbulle DIKO aus dem französischen Zoo des Sables d’Olonne in Dresden ein.


Anfang Sept. 2008 traf die 14 Monate alte Pandabärin LOBKE aus dem Zoo Rotterdam in Dresden ein und bewohnt die Anlage unmittelbar neben der neuen Giraffen- und Zebraanlage.


Im August 2009 wurde die neue Katta-Insel auf der seit Jahren verwaist liegenden Fläche des ehemaligen Robbenteiches eröffnet. Unmittelbar am Raubtierfelsen entstand eine 500 qm große Insel sowie ein für Besucher einsehbares Innengehege.


Am 24.11.09 brachte Orang-Utan Weibchen DAISY den kleinen Jungen DODI zur Welt.

Am 30.1.10 wurde sein Halbbruder DURAN von Mutter DJUDI geboren

 

Am 3.2.10 musste die 50-jährige indische Elefantenkuh SCHÖPFI eingeschläfert werden.                      

Schöpfi im Juni 2008
Schöpfi im Juni 2008

Am 2. Juli 2010 wurde das Prof. Brandes-Haus eröffnet.

Mit dem ca. 7 Millonen teuren Umbau erhielten die Primaten und Leistenkrokodil MAX größere und modernere Unterkünfte. 

Gleichzeitig werden nun in großen Schaugehegen neue Arten wie Wollaffen, Kugelgürteltier und Weißkopfsakis gezeigt werden. Erwartet werden dann noch Koalas. 


Am 18.2.11 musste Giraffenbulle ABIDEMI nach kurzem schweren Krankheitsverlauf (schmerzhafte Labmagenverdrehung mit der Folge einer Labmagenperforation und zusätzlicher Bauchfellentzündung) eingeschläfert werden.

Am 5.5.11 ist Marabu FINE im Alter von geschätzten 55 Jahren an den Folgen eines Sturzes von der Felskulisse in der großen Greifvogelvoliere gestorben.








Fine im Juni 2008

Thabo Umasai.am Tag vor seiner Abreise
Thabo Umasai.am Tag vor seiner Abreise

Am 9. August 2011 trat der fünfjährige Elefantenbulle THABO-UMASAI in aller Frühe gemeinsam mit Pfleger Ronny Paul seine Reise in den Zoo Pittsburgh in Pennsylvania, USA an.


THABO-UMASAI wurde bereits am Abend des 8. August in die Transportkiste geführt. Am 9. August um 5°°  reiste er zunächst nach Luxemburg und von dort aus mit einer Boeing-Frachtmaschine weiter nach New York.

Am Mittwoch wurde er dann dort von den Kollegen aus Pittsburgh in Empfang genommen und in sein neues Zuhause begleitet.

Sein Pfleger wird noch einige Tage bei ihm weilen. Im Zoo Pittsburgh trifft THABO-UMASAI auf die dort lebende Elefantenfamilie, die aus einem erwachsenen Bullen sowie einer erwachsenen und zwei jungen Kühen besteht.                                   

11. August 2011: Im Hamburger Abendblatt war heute zu lesen, dass THABO-UMASAI nach der zweitägigen Reise gut in seinem neuen Zuhause angekommen ist, in seinem neuen Stall stehe und alles neugierig berüssele. Auch ersten Kontakt zu den dortigen Elefantenkühen habe es durch ein Gitter hindurch bereits gegeben. Er sei auf seiner langen Reise ruhig und entspannt gewesen, habe gut gefressen und getrunken. Sein vertrauter Pfleger helfe ihm nun noch rund eine Woche bei der Eingewöhnung in das rund zwei Hektar große neue Gehege.