Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe

Am 25. Oktober 2014 habe ich den Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe besucht.

Weitere Besuche folgten am 24. Juni 2015 und am 22. September 2015.

In der Südweststadt von Karlsruhe gegenüber dem Hauptbahnhof bilden Zoo und Stadtgarten ein gemeinsames umfriedetes Gelände. In der Parkanlage erstrecken sich 2 Seen, die durch eine „Gondoletta“ befahren werden können.

Auf einer Fläche von 22 ha (davon 9 ha Zoo) leben heute 800 Tiere in 150 Arten (Andere Quellen sprechen von 1200 Tieren in 200 Arten).



Historie

 

Am 9. September 1865 wurde der Thiergarten im Süden der damaligen Stadt von engagierten Bürgern des badischen Vereins für Geflügelzucht gegründet.

Für einen Pachtzins von drei Gulden erhielten sie den südlichen Teil des Sallenwäldchens zusammen mit dem Ludwigsee zur Errichtung eines Tiergartens. Hier entstanden auf dem sumpfigen Gelände die ersten Tiergehege und Vogelvolieren

 

Am 30. November 1868 übernahm ein neu gegründeter Tiergartenverein den Park und beantragte finanzielle Unterstützung durch die Stadt.

Durch Stiftungen des Großherzogs und der Bevölkerung konnte der Tierbestand im Laufe der Zeit ansehnlich erweitert werden.

Nach Erbauung einer Festhalle im Jahr 1877 und dem Aushub des Stadtgartensees im Norden des Parks gingen die Tieranlagen in städtischen Besitz über. Gleichzeitig wurde ein Teil des Sallenwäldchens in den Garten einbezogen und die erste große gärtnerische Anlage geschaffen.

 

Im Juni 1893 wurde ein künstlicher Hügel mit eingebautem Hochreservoir zur Wasserversorgung der Stadt fertiggestellt und bis November 1967 genutzt.

Mit 154 Metern ist der entstandene Lauterberg die höchste Erhebung der Karlsruher Kernstadt.

 

 

 Historische Postkarte Festhalle

1899 entstand auf dem Gelände des heutigen Japangartens (der 1918 angelegt wurde) der erste Rosengarten mit rund 3600 Rosenpflanzen in 800 Sorten angelegt.

In die heute noch genutzte älteste Tieranlage mit Schwimmbecken und Felskulisse im Baustil von Hagenbeck zogen 1913 die ersten Seelöwen ein.




Historische Aufnahme: Seelöwenbecken


 

1914 konnte das Gelände des Stadtgartens mit dem Bau des Hauptbahnhofs erheblich erweitert werden.

 

Durch Schenkungen wurde der Stadtgarten 1920 um die Kaller- und Wolffanlage vergrößert.

 

 Historische Aufnahme: Wolff-Anlage

1923 zog ein Königstiger ein, den die Stadt Wien 1911 von einem Maharadscha als Geschenk bekommen und nach Karlsruhe weiter gegeben hatte.






Historische Aufnahme: Königstiger



Pfingsten 1924 der 3-jährige Elefant MOLLY im Tiergarten an.


Im Laufe der Jahre war der Tierbestand beträchtlich angewachsen. Es gab u.a. Leoparden, Königstiger, Eisbären, Kragenbären, Seelöwen/Seehunde, Pinguine, Kamele, Zebras, ein Krokodil und diverse Vogelarten.

Der Plan, den Zoo an den Stadtrand zu verlegen konnte wegen der gravierenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg nicht verwirklicht werden.


1947 begann der Wiederaufbau, bei dem viele Tiergehege neu errichtet wurden. Bereits 1949 konnte der Zoo wieder eröffnet werden und entfaltete sich in den folgenden Jahren zu einem eigentlichen Zoo- und Stadtgarten.


1953 konnte ein Braunbärenpaar in ein neues Gehege einziehen.

Es folgten Seelöwen, Seehunde, Meerkatzen, Kronenkraniche, Pelikane und Kamele.

In das 1955 fertiggestellte Dickhäuterhaus kamen 1956 Flusspferde vom Zoo Frankfurt und Tiergarten Nürnberg.






Historische Aufnahme: Flusspferde

1957 – 1960 zogen vier asiatische Elefantendamen ein.

 

 

 

 




Historische Aufnahme: Elefanten


Ende der 1950er Jahre folgten weitere Tierarten und der Tiergarten wurde bald zum Zoologischen Garten erklärt.


1960 zogen die ersten Tiere in das neue Raubtierhaus ein,

1963 wurde das Giraffenhaus fertig gestellt.


Um für die 1967 eröffnete Bundesgartenschau im innerstädtischen Zoo Platz zu schaffen, entstand 1965 der 16 ha große „Tierpark Oberwald“, in den die großen Huftiergruppen umgesiedelt wurden.

Pünktlich zur Bundesgartenschau konnte die neue Eisbären-Anlage eingeweiht werden.


Durch Überspannung des trennenden Tiergartenweges mit der Tiergartenbrücke wuchsen die vorher durch eine Straße voneinander getrennten Areale Zoo und Stadtgarten zusammen.


1968 wurde das neue Affenhaus eröffnet.


1975 wurde das Papageienhaus (heute Südamerikahaus) fertig gestellt.


Die 1980er Jahre standen im Zeichen von Sanierungsarbeiten und kleineren Baumaßnahmen.


In den 1990er Jahren entstanden die Afrika-Savanne, eine neue Schimpansenanlage, Außengehege am Raubtierhaus und die Außenanlage für Elefanten wurde umgestaltet.


Im Oktober 2000 wurde das neue Eisbärengehege, das als eines der modernsten Europas bezeichnet wurde, eröffnet.


In der Nacht zum 13. November 2010 kamen bei einem Brand alle im Streichelzoo befindlichen Tiere um und 4 Elefanten erlitten nach Übergreifen des Feuers auf das Elefantenhaus zum Teil schwere Brandwunden.


Quellen und weitere Infos:

http://www.karlsruhe.de/fb7/zoo/historie

http://de.wikipedia.org/wiki/Zoologischer_Stadtgarten_Karlsruhe

Rundgang Teil 1

165 Fotos

Weitere Fotos von den Schneeleoparden-Kindern unter "Tierisch kindlich"        > > > > >

 

Weitere Fotos von den Eisbären unter "Tierisch aktiv"                                           > > > > >

 

 

Rundgang Teil 2

165 Fotos

Rundgang Teil 3

143 Fotos

Fotos von den Tieren im Dickhäuterhaus auf separater Seite                               > > > > >

Rundgang Teil 4 mit Stadtgarten

99 Fotos

Fotos vom Exotenhaus auf separater Seite:                                                             > > > > >